Erläuterungen der vielfältigen Ornamente an Fachwerkhäusern in Celle

In vielen fachwerkgeprägten Städten Norddeutschlands können wir Fachwerkschnitzereien entdecken, die an Ornamente, wie z. B. Rosetten oder Treppenfriese, erinnern. Clemens Cassel befasste sich mit der Stadtgeschichte in Celle, er zählte die in Celle vorkommenden Schmuckmotive auf. Das sind „... der Laubstab, der Treppenfries, die Fächerrosette, der Zickzackfries und das Beschlagwerk“1. Auch erwähnte Cassel die Entwicklung der Schmuckmotive, die z. B. am Laubstab zu erkennen sind, einmal sehen wir den gotischen Laubstab, ein anderes Mal das Diamantband. Beide Motive, Laubstäbe und Diamantbänder, stehen in Bezug zueinander und besitzen den gleichen Ursprung. Was in Cassels Publikation „Geschichte der Stadt Celle“ fehlt, ist eine Aussage über die Bedeutung der Ornamente. Solange diese Ornamente als „bloßes Schmuckwerk“ abgetan werden, lohnt sich keine ernsthafte Interpretation.

[1] Clemens Cassel, Geschichte der Stadt Celle, erster Band, Celle 1934, S. 238–239